Angehörige entlasten: Warum professionelle Hilfe kein Zeichen von Schwäche ist

Rund 4,5 Millionen Menschen in Deutschland werden zu Hause gepflegt, der überwiegende Teil von Familienangehörigen. Im Kreis Kleve ist das nicht anders. Es sind Töchter und Söhne, die neben dem eigenen Beruf und der eigenen Familie die Betreuung einer Mutter in Goch organisieren. Es sind Ehepartner in Kleve, die seit Jahren ohne freien Tag für den demenzerkrankten Partner da sind. Es sind Enkel in Kevelaer, die die Großmutter nicht ins Heim geben möchten und deshalb jedes Wochenende zwischen dem eigenen Haushalt und dem der Oma pendeln.

Diese Leistung verdient Anerkennung. Und sie verdient Entlastung.

Die Belastung ist real — und messbar

Studien zeigen, dass pflegende Angehörige überdurchschnittlich häufig unter Erschöpfung, Schlafstörungen, Rückenschmerzen und depressiven Verstimmungen leiden. Die Pflege eines Familienmitglieds ist eine Aufgabe, die keinen Feierabend kennt — und die mit zunehmendem Pflegebedarf immer anspruchsvoller wird.

Das Tückische daran: Viele Angehörige bemerken die eigene Überlastung erst, wenn es zu spät ist — wenn sie selbst krank werden, wenn die Ehe leidet, wenn die eigene Lebensfreude verloren geht.

Hilfe annehmen ist kein Versagen

In vielen Familien herrscht ein unausgesprochener Anspruch: Wir schaffen das allein. Hilfe von außen fühlt sich wie Versagen an, wie ein Eingeständnis, nicht genug zu tun. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wer sich professionelle Unterstützung holt, sorgt dafür, dass die Pflege dauerhaft funktioniert. Wer sich selbst nicht entlastet, riskiert, irgendwann ganz auszufallen — und dann steht die betreute Person plötzlich ganz ohne Hilfe da.

Was die Pflegekasse für Angehörige finanziert

Die Pflegeversicherung hat die Situation pflegender Angehöriger erkannt und mehrere Leistungen geschaffen:

Der Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich (ab Pflegegrad 1) kann für anerkannte Betreuungs- und Entlastungsleistungen wie Alltagsbegleitung eingesetzt werden. Der gemeinsame Jahresbetrag für Verhinderungs- und Kurzzeitpflege (3.539 Euro, ab Pflegegrad 2) springt ein, wenn die reguläre Pflegeperson ausfällt — zum Beispiel wegen Urlaub, Krankheit oder eigener Termine. Die Umwidmung von Pflegesachleistungen (bis zu 40 %, ab Pflegegrad 2) erweitert das verfügbare Budget zusätzlich.

Wie Alltagsglück Angehörige im Kreis Kleve entlastet

Unsere Alltagsbegleiter übernehmen die Betreuung stundenweise, regelmäßig oder nach Bedarf. Während wir bei Ihrer Mutter, Ihrem Vater oder Ihrem Partner sind, haben Sie Zeit für sich. Sie können arbeiten gehen, eigene Arzttermine wahrnehmen, Freunde treffen — oder einfach einmal nichts tun. Ohne schlechtes Gewissen, denn Ihr Angehöriger ist in guten Händen.

Wir sind im gesamten Kreis Kleve für Sie im Einsatz — von Emmerich bis Straelen, von Kranenburg bis Rheurdt. Rufen Sie uns an unter 02824 1339720. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

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